Welkom
Seit 1993 ist das Zeil- & Surfcentrum Brouwersdam der Hot-Spot für Wassersportler am Grevelingenmeer und bietet ideale Bedingungen zum Surfen und Segeln. Egal ob Jung oder Alt, Alleinreisende oder Gruppen, Einsteiger oder fortgeschrittene Segler und Surfer, hier fühlen sich alle wohl wie die Fische im Wasser.
Ganzjährig geöffnet bietet die Vermietung des Testcenter alles, angefangen von Einsteiger- und Kindermaterial bis hin zu den neuesten Top-Boards und Segeln. Unser Bootspark spiegelt mit Optimisten, Laser Pico, Catamaranen und offenen Kielbooten die Vielfalt des Segelsports wieder.
In unserem Surfshop findet man alles, was das Wassersportlerherz begehrt, von A wie Anzüge bis Z wie Zubehör. Trendige Beach- und Casualmode runden das Angebot ab. Vom Restaurant und seiner einladenden Sonnenterasse aus können die ersten Schritte der Einsteiger und die spektakulären Sprünge der Locals bewundert werden. Wir bieten ebenfalls die Möglichkeit, bei uns zu übernachten: direkt am Grevelingen und in unmittelbarer Nähe zur Nordsee.
TEAM Brouwersdam hofft, Sie bald bei uns begrüßen zu dürfen!!!
"So fing alles an" von Maarten Bokslag
Die Kabbelaarsbank am Brouwersdam ist eines der jüngsten Gebiete der Niederlande. Ausserdem handelt es sich um das allersüdlichste Zipfelchen Südhollands: das Wasser südlich der Kabbelaarsbank fliesst schon in der Provinz Zeeland.
Die Kabbelaarsbank wurde ursprünglich als Arbeitsinsel für die Durchführung des Delta-Plans eingerichtet. Ende der Siebziger wurde sie dann durch die Windsurfer entdeckt. Die flotte Brise und das flache Küstengewässer machten die Insel am Brouwerdsdam zu einem hervorragenden Ausflugsziel.
Touristische Einrichtungen entwickelten sich nur sehr langsam. Die Natuur- en Recreatieschap Grevelingen, welche für die Verwaltung des Gebietes zuständig ist passte genauestens auf. Ausschliesslich mobile Einrichtungen wie z.B. eine Frittenbude erhielten eine Erlaubnis. Und natürlich die ambulante Surfschule von Pieternel van der Linde und Uwe Jendrusch. Mit einem Wohnwagen als "Schulgebäude" erteilten sie während der Wochenenden Surfunterricht an Gruppen.
Angenehmer Nebenverdienst
Pieternel van der Linde ist eine waschechte Zeeländerin. Ihre Eltern hatten einen Bauernhof in Looperskapelle, der sich später zum Minicamping ausweitete. Während der Schulferien arbeitete sie in der Segelschule von Scharendijke. Mit 15 stand sie zum ersten Mal auf dem Surfbrett, der Sport liess sie nicht mehr los. So lernte sie dann den Deutschen Uwe Jendrusch kennen, der schon viel Erfahrung im Surfuntericht hatte. In den späten 80ern stellte die ambulante Surfschule einen angenehmen Nebenverdienst dar. "Nach Unterrichtsende haben
wir immer tolle Beachparties organisiert", erzählt Pieternel. "Mit Grillabend, damals war das alles natürlich noch in einm bescheidenen Rahmen." Schnell war Uwe und Pieternel klar, dass die Surfschule ihre wahre Leidenschaft war. Aus dem Wohnwagen wurde ein Doppeldeckerbus, in dem oben der Theorieunterricht statt fand und die Schüler unten Platz hatten, sich umzuziehen. "Ein einmaliger Bus, hatten wir einen Spass!" erzählt Pieternel. "Auf der Kabbelaarsbank wurde es stets voller. Für einen guten Parkplatz mussten wir um 6 Uhr morgens losfahren.
Da der Bus manchmal nicht anspringen wollte sind wir um 5 Uhr aufgestanden, um noch ein Stündchen für Reparaturen zu haben.
Warten auf die Genehmigung
Schnell war klar, dass Pieternel und Uwe sich längerfristig auf der Kabbelaarsbank einrichten wollten. Sie reichten die dafür erforderlichen Anträge auf Genehmigung ein, die verwaltende Recreatieschap jedoch reagierte abwartend. Pieternel: "Verschiedene Projektentwickler waren mit dem Gebiet zugange. Wir waren natürlich auch nicht die Einzigen, die eine Baugenehmigung wollten. Zusätzlich sollte erst der Bungalowpark fertiggestellt werden. Und das dauerte." Manchmal ist es in der Tat so, dass steter Tropfen den Stein höhlt.
Im Juli 1992 bekam Pieternel und Uwe dann die Erlaubnis zur Errichtung einer Surfschule. Pieternel: "Es gab viele Antragsteller, aber uns kannten die Behörden natürlich schon recht gut. Die Zusammenarbeit war bereits bestens und zusätzlich hatten wir einen gut durchdachten Unternehmensplan. Ausserdem wussten sie, dass wir uns genauestens an die Absprachen halten und die Pacht pünktlich bezahlen. Sehr wichtig war natürlich auch die Tatsache, dass wir schon einen festen Kundenstamm hatten. Man wollte schliesslich keinen Betrieb, der durch
Mangel an Nachfrage sofort Pleite geht."
Gleich nach Erhalt der Baugenehmigung wurde mit den Arbeiten begonnen. Es wurde richtig geschuftet, und nach grossem Einsatz konnte das Surfzentrum Brouwersdam im April 1993 seine Türen öffnen. Die Restauration entwickelte sich spontant nebenher. Pieternel: "Wir hatten uns schon überlegt, dass wir auch eine kleine Theke benötigen, um den Schülern einen Kaffee und was zum Knabbern bieten zu können. Zusätzlich war auch Platz für eine Snackbar. Aber noch vor der Eröffnung wurde uns klar, dass die Nachfrage nach einem Restaurant enorm war.
Passanten fragten schon spontan danach, als wir noch am Bauen waren. Wir haben daraufhin die Pläne schnell umgeändert und das Restaurant gleich miteröffnet. Ich habe mich ganz in diesen Teil des Projektes gestürzt und schnell die nötigen Scheine für das Gaststättengewerbe gemacht. Improvisieren, da ist unsere Stärke. Wir lieben das Unvorhergesehene. "Die erste Saison war noch nicht vorbei, und für Uwe und Pieternel stand bereits fest, dass der Betrieb ausgebaut werden musste. Der Andrang war riesig. Der Enthusiasmus der beiden Unternehmer
kannte keine Grenzen, es wurde Tag und Nacht gearbeitet. Die beiden lebten für die Firma.
Gruppenunterkunft
Zuerst wurde die Ausbreitung des kleinen Surfladens mit Gebäude in Angriff genommen. Pieternel: Wir wollten auch gerne eine Gruppenunterkunft anbieten. Gruppen und Schulklassen, die mehrere Tage bei uns am Surfzentrum verbrachten mussten sich auf der Insel eine Unterkunft suchen, Fahrräder mieten und dann über den Deich zu uns radeln. Manchmal mussten sie so hart gegen den Wind anstrampeln, dass sie schon völlig ausgepowert waren bevor es mit dem Surfunterricht losging."
Der Gemeinde jedoch schien die Gruppenunterkunft lange Zeit keine angemessenen Lösung. Sollten die Besucher doch in Port Zélande übernachten. "Was für Schulklassen nicht zu bezahlen ist", sagt Pieternel. 1998 sah die Gemeinde das endlich ein und erteilte die ersehnte Baugenehmigung.
Der Kontakt zwischen dem Surfzentrum und Port Zélande war übrigens immer ausgezeichnet. 1997 haben Uwe und Pieternel sogar die Segelschule Port Zélande übernommen. "Im ersten Jahr haben wir die Segelschule über Port Zélande betrieben, aber das funktionierte nicht. Bei zwei Parallelverwaltungen kommt es zu Fehlern und Doppelbuchungen. 1998 haben wir die Segelschule dann zu uns überführt." Dabei erhielt der Betrieb dann auch seinen heutigen Namen: Zeil & Surfcentrum Brouwersdam. Zur Zeit verfügt das Zentrum über acht Familiensegelboote, zehn Optimisten, fünf Laser, drei Catamarane und 150 Surfbretter.
Surfbretter testen
1999 dann erhielt das Zeil & Surfcentrum seine heutige Form: Ein ansprechender Neubau mit einem grossen Surfshop und einer Gruppenunterkunft für 56 Personen wurde errichtet. Das Restaurant wurde um die frei gewordenen Räumlichkeiten des bestehenden Gebäudes erweitert. Im Shop findet man nun allerlei verschiedene Dinge, von Sonnenbrillen bis hin zu Neoprenanzügen. Die Möglichkeit, Surfbretter vor Ankauf zu testen stellt die grosse Besonderheit dar. Pieternel: "Für Schulung und Verleih kaufen wir jedes Jahr die neuesten und besten Bretter. Die guten Surfer wissen das zu schätzen. Mit anderen Worten, jedes erdenkliche Brett kann bei uns getestet werden und man weiss dann sofort, ob Volumen, Länge und Breite angemessen sind. Wenn man sich dann zum Kauf entschliesst, muss die Brettmiete nicht bezahlt werden. So einen Service gibt es in keinem anderen Surfladen."
Nach wie vor haben Pieternel und Uwe noch stets viel Spass an ihrem Betrieb. Auch wenn sie es jetzt etwas ruhiger angehen lassen. Pieternel: "Als wir vor zehn Jahren unser erstes Kind bekommen haben - inzwischen haben wir drei - sind wir nach Scharendijke umgezogen. Wenn ich zuhause aus dem Dachfenster gucke, kann ich das Surfcentrum sehen. Es war richtig, ein wenig Abstand zu nehmen. In den ersten Jahren haben wir Tag und Nacht gearbeitet, und auch jetzt sind die Wochen noch lang. Aber wir haben das Glück, auf ausgezeichnete Mitarbeiter zurückgreifen zu können, die uns sehr viel abnehmen. Und es ist einfach herrlich mit Surfen zu tun zu haben. Ich stehe zwar seit Jahren nicht mehr selber aktiv auf dem Surfbrett, aber der Umgang mit all den begeisterten Menschen hält mich jung und fit. Surfer sind einfach eine Kategorie für sich. Ich bin im letzten Jahr 40 geworden, aber ehrlich gesagt fühle ich mich noch lange nicht so alt."
Qualität steigern
Das Zeil & Surfcentrum Brouwersdam ist das Lebenswerk von Uwe und Pieternel. "Mich bekommt man hier nicht mehr weg" sagt sie ohne zu zögern. Sie ist auch nicht an einer Erweiterung um mehrer Zentren interessiert, die Zukunft ist vor allem auf Qualitätsverbesserung ausgerichtet. Pieternel: "Wir hatten mit das Glück, an einer einzigartigen Umgebung anfangen zu können, in der wir uns langsam zu einem stets besseren Betrieb entwickeln. Wir haben viele verschieden Aufgaben: Vermietung, Unterricht, Shop, Snackbar, Restaurant und die Gruppenunterkunft.
Das alles muss im Gleichgewicht, die Qualität überall gleich hoch sein. Jedes Jahr bemühen wir uns um einige Verbesserungen, so haben wir diesmal das Restaurant neu gestaltet und mit einem leichten Beachlook versehen. Die Kunden kommen herein und sind von den Veränderungen positiv überrascht. Dafür machen wir das. Wir möchten, dass es unseren Kunden hier einfach gut gefällt."
Quelle: RECREATIE, Zeitschrift für Erholung und Tourismus, Mai 2005, nr 5


